Systemisches Familienstellen

 

Ohne Wurzeln, keine Flügel

 

Wir sind soziale Wesen und beeinflussen uns gegenseitig.
Wir leben alle in einem Beziehungsgeflecht, in einer Ordnung oder in einer sozialen Position, die nicht immer frei wählbar ist.
Sei es in der Partnerschaft, in der Familie, im Freundeskreisen, im Unternehmen, wir leben in einem Kulturkreis oder in einem bestimmten Wirtschaftssystem.
Die Zugehörigkeit zur Familie erwirbt man sich durch die Geburt und sie endet auch nicht durch den Tod.
Werden diese Ordnungen im System verletzt, da jemand eine Position einnimmt oder einnehmen muss, die eigentlich nicht stimmig, entstehen Probleme. Denn jeder Veränderung bringt Reaktionen bei den anderen, und das wirkt sich wiederum auf alle Menschen im System aus.
Es entstehen dann Verwicklungen, Verstrickungen.
Beispiele:

In der Familie findet eine Umkehr der Rollen statt,  das Kind übernimmt die Rolle des einen Elternteils, oder übernimmt die Verantwortung für den Konflikt zwischen den Eltern, wodurch es   überfordert ist, und sich darauf einen neue Problematik aufbaut, was bis in spätere, eigenen Partnerschaften wirkt kann.

Eine Person in unserem Umfeld wird mit einem  Menschen aus unserer Vergangenheit verwechselt. Diese Gefahr besteht bei Partner oder Vorgesetzen. Diese werden oft als  stellvertretend für einen Elternteil gesehen.
Wir tragen oft stellvertretend die Schicksale von Angehörigen unserer Familie und übernehmen aus Liebe und innerer Verbundenheit  Prägungen, Verhaltens- und Reaktionsmuster, Glaubensätze und Krankheiten aus dem Familiensystem oder einer einzelnen Person.
Bei der "Nachfolge-Thematik" geht es oft sogar soweit, das ein Familienmitglied  innerlich und unbewusst sagt: "Lieber gehe ich du!"
Dieser Mensch übernimmt oft eine Krankheit oder eine Todessehnsucht und entwickelt evtl. starke suizidäre Tendenzen, schwere Krankheiten oder tut alles um zu leiden.
Es ist jemand im Familiensystem ausgeschlossen worden, das Schicksal wurde verheimlich und ein später Geborener repräsentiert und vertritt diesen Menschen im System.

 

 

Die Systemischen Austellung zeigt diese Verstrickungen auf,  sie werden bewusst gesehen und die Lösungswege können gegangen werden.

Als Grundlage der Arbeit dient das Genogramm, das bedeutet das Erstellen einer Ahnentafel:   Verstorbene Angehörige, Fehlgeburten, Flucht- oder Vertreibungserlebnisse, Adoptionen, Verbrechen, schwere Schicksale oder Krankheiten, u.ä. .

Viele der Angehörigen wurden aus dem Familie ausgeschlossen oder vergessen.

 

Alle Familienmitglieder werden in Würde wieder integriert in die familiäre Ordnung.  Man würdigt das Schicksal der Familienmitglieder, erkennt die Ursachen für deren Verhalten und erspürt, das man keinem anderen Menschen sein Schicksal abnehmen kann, darf oder muss!

Wir müssen nicht das Leid der vorher gegangenen Generationen weiterleben.

Wir können und dürfen aber erkennen,  welche Energie und Dynamik im Familienverbund vorhanden ist, und wie wir diese positive Kraft in unser Leben zurückholen.

 

 

Bert Hellinger sagt:

Wenn die Familie auf diese Weise in Ordnung gebracht ist, kann der einzelne aus der Familie hinausgehen. Dann spüre er die Kraft der Familie im Rücken. Erst wenn die Bindung an die Familie anerkannt ist, und die Verantwortung klar gesehen und verteilt wird, fühle sich der einzelne entlastet und kann seinem Eigenen, Besonderen nachgehen, ohne das ihm das Frühere belastet und einholt.

 

 

Ich arbeite vorwiegend mit dem Patienten allein, entweder mit Figuren als Stellvertreter oder Bodenanker.

Diese sehr geschützte und private Atmosphäre ist gerade bei sehr intensiven Themen für viele Patienten sehr wertvoll.